Donauradweg Passau - Wien
Klassisch und leicht zu fahren: Die Strecke Passau-Wien eignet sich für eine einwöchige Familienradtour genauso wie als Einstieg für längere Touren nach Osteuropa.
Der Donauradweg ist in beiden Richtungen sehr gut ausgeschildert mit teils grünen, teils weißen Schildern. Im Informationsbüro in Passau (in der Bahnhofshalle) gibt es den kostenlosen Prospekt "Donauradweg" mit einer kleinen Radwegekarte. Damit habe ich den Weg problemlos gefunden. Ich bin die Tour ohne besondere Streckenvorbereitung, ohne Reiseführer oder ähnliches gefahren. Radtouristische Infrastruktur, d.h. Zimmer und Campingplätze, Restaurants und Reparaturläden sind vorhanden.
Freies Zelten ist in Österreich zwar verboten, aber es gibt im Allgemeinen keine Probleme, wenn man sein Zelt für eine Nacht unauffällig in die Landschaft gestellt hab. Man kann auch an Bauernhöfen fragen (sinnvollerweise an solchen, die keine Zimmer vermieten), ob man sein Zelt in ihrem Garten aufschlagen darfst. Ich habe dabei große Gastfreundschaft erlebt, durfte mir im Garten Himbeeren pflücken und wurde am nächsten Morgen zu einem leckeren Frühstück eingeladen. Die Höfe sind aber meist nicht im Tal, sondern mehr in den Bergen gelegen und werden in Richtung Wien weniger.
Der Donauradweg ist eben und größtenteils verkehrsfrei. Manchmal kann es etwas eintönig werden, kilometerlang am Donaufer entlangzufahren. Auch dafür haben sich die österreichischen TourismusplanerInnen etwas ausgedacht: es gibt weitere Radwege in der Gegend, die ans Donautal angeschlossen sind und teilweise auch wieder dorthin zurückführen, z.B. der Kulturradweg um Linz. Naja, ich hab mich lieber auf die Suche nach Badeseen gemacht. Es gibt einige Seen entlang der österrreichischen Donau, die zwar ein bißchen kalt sind, aber klar und deshalb prima zum Baden. Sie sind nur etwas schwer zu finden (östlich von Linz liegt einer direkt am Radweg).
In Klosterneuburg, kurz vor Wien, gibt es einen kostenlosen Stadtplan für Wien (im Informationsbüro). Und noch ein Tipp für Wien: In der JuHe "Turmherberge Don Bosco" (Lechnerstraße 12, am kleinen Donaukanal) kann man (mit Jugendherbergsausweis) sehr günstig übernachten. Die Jugendherberge ist in einem hohen schmaler Turm mit ca. acht Stockwerken, pro Stockwerk ein Zimmer mit acht Betten.
Am nächsten Tag ging es weiter nach Osten: Richtung Budapest.
Das Buch zum Donauradweg
Sehr empfehlenswert für Donauradler ist das Buch Der Donau-Radweg. Von der Quelle bis Budapest.
