Cliffs of Moher: Tipps für eine Klippen-Wanderung

Als ich die Cliffs of Moher besucht habe, bin ich den kompletten Coastal Walk runtergelaufen. Man läuft los, und die ganze Strecke von Doolin bis runter nach Liscannor oder Hag’s Head liegt offen vor einem. Es fühlte sich endlos an, fast zu viel auf einmal.

Vom Besucherzentrum aus kannst du in beide Richtungen laufen. Südlich Richtung Hag’s Head sind es gut 5–6 km one way, wenn du den vollen Weg machst. Der Pfad ist uneben, teils schmal, teils matschig nach Regen, und es gibt Stellen, wo nur ein niedriger Steinwall zwischen dir und dem Abgrund steht. Ich habe da mal gestanden und gespürt, wie der Wind mich fast umhaut. 200 Meter runter zum Wasser, die Wellen krachen, und man merkt plötzlich, wie hoch das eigentlich ist.

Nördlich geht es Richtung Doolin, etwa 7–8 km. Der Weg ist ähnlich rau, aber etwas länger und offener. Ich habe den ganzen Hin- und Rückweg gemacht und war danach kaputt, Beine schwer, Wind in den Ohren. Aber die Stille, sobald man weg vom Hauptbereich ist, hat mich jedes Mal überrascht. Kaum Leute, nur Vögel, Gras und der Ozean.

Wenn du nicht den ganzen Marathon willst, fang einfach am Besucherzentrum an und geh 1–2 km in eine Richtung. Das reicht schon, um die Hauptklippen zu sehen, O’Briens Tower zu passieren und dieses Gefühl zu bekommen, am Rand von etwas Riesigem zu stehen. Ich habe gemerkt, dass die besten Momente oft kommen, wenn man ein Stück weiterläuft und die Massen hinter sich lässt.

Ausrüstung: Wanderschuhe mit gutem Profil, keine Sneaker. Ich bin einmal mit normalen Schuhen gestartet und habe danach Blasen gehabt. Windjacke, die wirklich dicht ist, und eine Schicht mehr als gedacht. Regen kommt schnell, auch wenn es morgens trocken aussieht. Ich habe schon blaue Himmel gesehen und eine Stunde später war alles nass.

Beste Zeit ist früh. Ich bin oft um 8 oder 9 Uhr da gewesen, Parkplatz noch halb leer, Plattformen ruhig. Gegen Mittag rollen die Busse an, dann wird es voll. Spät nachmittags, wenn das Licht kippt, ist es wieder leerer, aber kälter und windiger.

Parken beim Zentrum kostet, Eintritt kommt dazu. Es lohnt sich wegen der Toiletten, dem Café und den sicheren Plattformen. Wer sparen will, parkt in Doolin und läuft rauf, aber dann hast du die Straße neben dir und mehr Aufstieg.

Bleib hinter den Wällen und Barrieren. Ich habe Leute gesehen, die für ein Foto drüberklettern. Das muss nicht sein. Die Klippen wirken auch so stark genug. Check vorher die Website, falls was geschlossen ist, aber meistens ist der Kernbereich offen.

Die Cliffs brauchen keine Extratouren. Ein paar Kilometer reichen, um zu fühlen, warum man herkommt. Der Rest kommt von allein.

green and brown mountain beside body of water during sunset
brown rocky mountain near body of water during daytime
green grass covered mountain under cloudy sky during daytime
rock formation near sea under white sky