Kanu

Kanu-Tour mit Kindern

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Ein Riesenspaß – mit Sicherheit!

Auf einer Kanutour mit Kindern ist vieles einfacher als beim Wandern: Während beim Wandern auch jüngere Kinder schon selbst wandern müssen und die Touren entsprechend geplant werden müssen, können sie im Kanu einfach in der Mitte sitzen und sich ausruhen, wenn sie möchten. Wenn sie selbst aktiv sein wollen, können sie mit einem Kinderpaddel mitpaddeln.Eine Anmerkung zu Kanadier und Kajak: ein Kanadier ist ein offenes Boot, ein Kajak ist geschlossen. Kajaktouren sind deshalb eher mit älteren Kindern interessant, die schon selbst paddeln.

Der Erwachsene sitzt im Kanu hinten, zum einen, weil er schwerer ist und so die Gewichtsverteilung günstiger ist, vor allem aber, weil der hinten Sitzende steuert. Die Person, die vorne sitzt, muss hingegen auf Hindernisse achten, entscheiden, auf welchem Weg man sie umfährt und dies dem hinten Sitzenden mitteilen. In einem großen Familien-Kanadier sitzen Kinder oft in der Mitte und können zwar mitpaddeln, müssen aber nicht. Gerade ältere Kinder langweilen sich dabei jedoch auf Dauer und wollen selbst aktiv werden.

Dann heißt es: dem Kind ein Paddel in die Hand geben und Geduld haben, wenn das Kanu sich erst dreimal im Kreis dreht – wir haben alle mal klein angefangen. Viele Kinder lernen aber relativ schnell, wie das Kanu reagiert und zeigen dann auch Ehrgeiz beim Paddeln.

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Das Gepäck

Im Kanu kann man relativ viel Gepäck unterbringen, verglichen mit Wanderungen und Radtouren.

Wichtig ist:

  • Das Gewicht muss ausbalanciert verstaut sein: ein Teil vorne, ein Teil hinten, links und rechts ungefähr gleich.
  • Das Gepäck gehört in wasserfeste Behältnisse, zum Beispiel kleine Tonnen oder wasserdichte Packsäcke.
  • Sinnvoll ist auch, das Gepäck im Boot zu befestigen – falls man doch einmal kentern sollte, soll die Wechselkleidung nicht irgendwo flussabwärts entschwinden. Sie werden vermutlich genug zu tun haben, auf Kinder, Kanu und Paddel zu achten.
  • Mit der Kenterung haben wir die größte Sorge vieler Eltern wahrscheinlich schon angesprochen. Angesichts sehr guter Rettungswesten und Schwimmwesten für Kinder jeden Alters ist diese Sorge jedoch übertrieben. Natürlich ist es trotzdem gut, wenn die Kinder schwimmen können, schon allein, weil es ihnen Sicherheit bei der Fahrt auf dem Wasser gibt. Selbstverständlich solltet ihr selbst die allgemeinen Sicherheitsregeln für Kanutouren kennen und sich vorher über die geplante Strecke informieren (auch noch einmal direkt vor Ort, denn manche Flüsse ändern ihren Charakter nach heftigen Regenfällen sehr stark). Ihr müsst in der Lage sein, mögliche Gefahren rechtzeitig zu erkennen (zum Beispiel Wehre, Walzen, starke Gefälle und Strömungen) und darauf zu reagieren. Wenn ihr im Zweifel seid, umtragt die Stelle lieber. Beim Paddeln auf Seen sollte man darauf achten, dass man sich nicht allzu weit vom Ufer entfernt und auch das Wetter im Blick behält. Wenn ein Gewitter naht, sollte man eine geeignete Stelle suchen, um an Land zu gehen. Vermittelt auch euren Kindern diese Sicherheitsregeln und erklärt ihnen, woran sie mögliche Gefahrenstellen erkennen können. Das ist elementares Paddler-Wissen, das den Kindern bei späteren Touren zugute kommt. Außerdem maulen sie nicht mehr, dass sie “das tolle Sprudelwasser viel lieber runtergefahren wären”, wenn man sie in die Verantwortlichkeit miteinbezieht.

Fotos: Paul Hamilton (oben), Episcopal Diocese of Southwest Florida (unten).